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Weizenfrei – das hat sich verändert

Februar 09, 2016

[vc_row 0=““][vc_column width=“1/2″][vc_column_text 0=““]Ende letzten Jahres beschlossen wir, unseren Weizenkonsum deutlich einzuschränken. Weizen ist hochgradig überzüchtet und steht seit Längerem im Verdacht, sich negativ auf das Verdauungssystem auszuwirken. Außerdem ist Weizen – vor allem als
Weißmehl – sehr häufig in übermäßig stimulierenden, ungesunden (Fertig-)Produkten enthalten, die sowohl in Bezug auf Kohlenhydrate als auch aufgrund des Zuckergehalts negative Folgen für unseren Körper und unsere Gesundheit haben können.
Wir wollten ausprobieren, ob man problemlos ohne Weizen auskommen kann und ob sich eine gesundheitliche Veränderung bemerkbar macht. Also starteten wir vor gut vier Wochen mit einer weizenfreien Ernährung.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“2148″ img_size=“large“ alignment=“right“][/vc_column][/vc_row][vc_row 0=““][vc_column 0=““][vc_column_text 0=““][/vc_column_text][vc_empty_space height=“16px“][vc_column_text 0=““]Da wir bereits seit Langem auf industriell verarbeitete Produkte verzichten und auch unser Brot selber backen, war die Umstellung nicht besonders groß. Wir führten ein Tagebuch, in das wir neue Rezepte eintrugen und in dem wir auch vermerkten, wenn es Schwierigkeiten bei der Umsetzung gab. Ursprünglich hatten wir auch geplant, unsere Gefühle zu notieren, sollte der Verzicht auf Weizen Auswirkungen auf unsere Laune (welcher Art auch immer) haben. Da sich weder Entzugserscheinungen noch irgendwelche emotionalen Veränderungen einstellten, fiel für uns dieser Punkt weg. Es kann aber sehr sinnvoll und auch wichtig sein, solche Veränderungen zu notieren, wenn ihr vorher viel Weizen konsumiert habt.

Was uns in den vier Wochen ohne Weizen bewusst wurde:

1. Man kann anders Brot backen.
In vielen Fällen kann Weizenvollkornmehl in Brotrezepten ohne Weiteres durch Dinkelvollkornmehl ersetzt werden. Für hellere Typenmehle gilt dies ebenso, jedoch bevorzugen wir stets Vollkornmehl, da dieses die meisten Nährstoffe enthält. Wichtig ist uns, dass sich der Aufwand fürs Brotbacken im Rahmen hält, da wir viel unterwegs sind und daher Teige mit langen Gehzeiten für uns schwer umsetzbar sind. Unten findet ihr eines unserer Standardbrote, das ihr ohne großen Aufwand nebenbei backen könnt.

2. Weniger Getreideprodukte zu essen, schafft Raum für Neues.
Das Experiment hat dazu geführt, dass wir über Alternativen zu Brot an sich nachgedacht haben, um auch unseren Konsum an Getreideprodukten zu reduzieren. Auch wenn Paleo uns nicht als das beste Ernährungskonzept erscheint, so sind wir doch der Meinung, dass eine Ernährung mit wenig(er) Getreideprodukten grundsätzlich der Gesundheit förderlich sein kann. Es gibt so viel Leckeres auszuprobieren, traut euch an Unbekanntes ran!

3. Es lohnt sich, vieles infrage zu stellen.
Ist dieser Kuchen jetzt genau das, was ich will und brauche? Mit einem geschärften Bewusstsein sieht man auf einmal die allzu selbstverständlichen (weil gut vermarkteten) Dinge und Produkte aus einer neuen Perspektive. Und fragt sich: Wieso essen wir eigentlich, was wir essen? Wir haben in den letzten Wochen viel zum Thema gelesen. Immer wieder tauchte auch der Begriff Lobbyismus auf. Gleichzeitig mit unserem Weizenkonsum ging nun auch der Zuckerkonsum drastisch nach unten. Wir haben Newsletter abonniert, von Paleo-Vertretern und Veganern, von „neutralen“ Ernährungswebsites und polarisierenden. Warum? Weil wir mehr erfahren wollen. Weil wir noch ganz am Anfang stehen. Weil sich alles verändert. Weil wir unseren eigenen Weg finden wollen, gesund zu leben.

4. Man sollte nicht zu verbissen an die Sache herangehen, sonst bleibt der Spaß auf der Strecke.

Beim gemeinsamen Lunch mit den Kollegen, auf Feiern oder zu anderen Anlässen kann es sinnvoll sein, Ausnahmen zu machen.

Denn hierbei geht es meist nicht um das Essen an sich, sondern um das Beisammensein, ums gemeinsame Lachen, den Austausch mit Freunden und Verwandten. Da mal ins Weizenbrötchen zu beißen oder einen Wrap zu essen, bringt euch nicht vom Weg ab, sondern führt dazu, dass ihr weiterhin mit Spaß und Freude an diesen Veranstaltungen teilnehmen könnt. Wenn es dort eine weizenfreie Alternative gibt, umso besser. Wenn nicht, dann nicht.

 

Und jetzt?

Wir haben gute Erfahrungen mit dem Verzicht auf Weizen gemacht und werden auch weiterhin Weizen vermeiden. Körperlich gesehen geht es uns besser, Müdigkeitserscheinungen und häufiges Völlegefühl haben sich gebessert. Wobei wir ganz klar sagen müssen: Ob dies mit dem Verzicht auf Weizen zu tun hat, können wir nicht beurteilen. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir viele neue Rezepte ausprobiert haben, oder es ist gar Zufall. Für uns ist wichtig, dass wir das Gefühl haben, auf einem guten Weg zu sein und etwas Gutes für unseren Körper zu tun. Unsere Ernährung wird immer ein wichtiges Thema bleiben, denn was wir essen, hat Auswirkungen auf unsere Gesundheit und die unserer Kinder.

Die neuen Rezepte, Ideen und eventuelle Schwierigkeiten bei der Umsetzung halten wir in unserem Tagebuch fest.
Unser Lieblingsbäcker, ein alteingesessener Traditionsbäcker, hat zum Glück auch Brötchen ohne Weizen. Unser Sonntagsfrühstück mit Brötchen und einer lieben Freundin heute Morgen war also problemlos möglich.
Wenn ihr unsicher seid, ob in eurem Lieblingsbrot oder -brötchen Weizen enthalten ist, fragt am besten in der Bäckerei nach. Oftmals liegen auch Zutatenlisten aus, auf denen man nachlesen kann, wenn zum Fragen mal nicht genügend Zeit ist.[/vc_column_text][vc_text_separator title=“Schnelles Dinkelbrot“ title_align=“separator_align_left“ border_width=“3″][vc_column_text 0=““](für eine Kastenform von ca. 30 cm Länge)

Ihr braucht:

450 g Dinkelvollkornmehl

150 g Roggenschrot

80 g Sesam

80 g Sonnenblumenkerne

2 TL Salz

1 Päckchen Trockenhefe

550 + evtl. 50 ml handwarmes Wasser (unter 42°C!)

2,5 EL Apfelessig

Weiche Butter und Sesam für die Form sowie etwas Sesam zum Bestreuen

 

So geht’s:

  1. Beide Mehlsorten, Sesam, Sonnenblumenkerne, Salz und Hefe mit einem Kochlöffel in einer Schüssel vermischen.
  2. 550 ml Wasser und den Obstessig unterrühren. Der Teig sollte zäh, aber nicht zu fest sein. Wenn er noch zu fest ist, die restlichen 50 ml auch noch hinzugeben. Den Teig in der Schüssel abgedeckt ca. 15 Minuten ruhen lassen.
  3. Den Backofen auf 220 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
  4. Die Kastenform mit Butter einfetten und etwas Sesam hineinstreuen.
  5. Den Teig in die Form geben, der Länge nach einschneiden und mit Sesam bestreuen. Nochmals ca. 15 Minuten ruhen lassen.
  6. Die Form in den vorgeheizten Backofen geben (2. Schiene von unten) und bei 220 °C etwa 20 Minuten backen, danach die Hitze auf 200 °C reduzieren und weitere 25 bis 30 Minuten backen. Unbedingt zwischendurch mal nach dem Brot schauen, denn jeder Backofen ist anders!
  7. Ggf. Stäbchenprobe machen (es sollte kein Teig mehr daran kleben), dann das fertige Brot aus dem Ofen nehmen. Ca. 10 Minuten abkühlen lassen, aus der Form stürzen und vollständig abkühlen lassen.

 

Wenn es noch schneller gehen muss, kann man die Gehzeiten weglassen. Der Teig wird dann etwas fester. Man kann außerdem das Brot mit Umluft backen (somit entfällt die Zeit für das Vorheizen), dann bei 200 °C für 20 Minuten backen und bei 180 °C für weitere 25 bis 30 Minuten.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

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